Wie blumig ist eigentlich Pfingsten?

Diese Pfingstbräuche sollten Blumenfans unbedingt kennen

_C2I9495

Pfingsten naht und gibt uns einen wunderbaren Anlass, dieses Fest mal aus der Blumenperspektive zu betrachten. Das Erste, was einen in diesem Zusammenhang in den Sinn kommt, sind natürlich Pfingstrosen. Doch es gibt noch mehr. Vielerorts gibt es allerhand Pfingstbräuche, die sehr bunt und farbenfroh zelebriert werden. Wir schauen stellen euch einige besonders blumen-prächtige Pfingstfeiern vor.

Der Pfingstochse

An einigen Orten wird am Pfingstsonntag ein besonderer Brauch gepflegt – der erste Viehtrieb bei dem der Pfingstochse eine ganz besondere Rolle spielt. Das prächtigste Tier der Herde wird mit vielen Blumen und bunten Bändern geschmückt und feierlich zusammen mit der Herde durch den Ort getrieben und von den Bewohnern und Zuschauern gefeiert. Von dieser Tradition stammt auch die Redensart „geschmückt wie ein Pfingstochse“ ab.

Das Pfingstquack

Im Saar-Pfalz-Kreis im Saarland ziehen am Pfingstmontag mancherorts Kinder als sogenannte Pfingstquacke durch das Dorf. Mit blühenden Zweigen, Flieder und bunten Bändern geschmückte Handwägen sind sie unterwegs und singen den Bewohnern im Ort ein Ständchen oder sagen ein Gedicht auf. Belohnt werden sie dafür mit Eiern, Speck oder Geld. Die Bezeichnung Pfingstquack leitet sich von dem lateinischen Wort “quinquaginta” ab, was “fünfzig” heißt. Gemeint ist damit der 50. Tag nach Ostern, also Pfingsten.

Der Oelder Pfingstkranz

Im niedersächsischen Oelde gibt es ein ganz mysteriöses Fest, weil niemand weiß, woher der Pfingstbrauch des Oelder Pfingstkranzes stammt. In keinen anderen Gemeinden in der Umgebung gibt es diese Tradition, bei dem an Pfingstsonntag und Pfingstmontag um einen gemeinsam aufgestellt und festlich geschmückten, pyramidenförmigen Pfingstkranz getanzt wird.

Das Pfingstbaumpflanzen

Die Niedersachsen scheinen ihre Pfingsttraditionen gut zu pflegen. Auch der nächste Brauch wird hier vielerorts praktiziert. Das Pfingstbaumpflanzen trägt einen etwas verwirrenden Namen, denn eigentlich wird eine junge Birke dafür gefällt, farbenfroh mit Girlanden und Bändern geschmückt und üblicherweise vor Haustüren befestigt.

Eine etwas veraltete, aber sehr charmante Tradition ist, dass junge unverheiratete Männer den Pfingstbaum vor den Häusern von Familien mit ledigen Töchtern platzieren, um sich so den ebenfalls unverheirateten Jungfrauen vorzustellen.

Eins haben alle diese Blumen- und Pflanzen-Traditionen zu Pfingsten gemeinsam: farbenfroh, bunt und heiter wird der fünfzigste Tag nach Ostern gefeiert. Auch von euch?

Schreibt uns an facebook[at]fleurop[punkt]de, welche Tradition ihr an Pfingsten pflegt und welche Blumen auf keinen Fall fehlen dürfen und gewinnt eine kleine Überraschung.